Spaziergang über die Halbinsel Zwergern am Walchensee

Schilf am Ufer des Walchensees vor herbstlicher Berglandschaft der bayrischen Alpen, Deutschland

Der Walchensee liegt auf 800 m Höhe in den bayrischen Voralpen und gehört für mich zu einem der schönsten bayrischen Seen. Er ist mit 192 Metern auch der tiefste See Bayerns und mit 16 Quadratkilometern Fläche der größter Bergsee in den deutschen Alpen. Seine oft türkisgrüne Färbung verdankt er dem im Wasser gelösten Kalkgestein. Er ist rundum umgeben von Bergwäldern und Gebirgszügen und verwöhnt an sonnigen Tagen mit einem für die Nordalpen schon südländischem Flair – er wird deshalb auch als Bayrische Karibik vermarktet. 

Schilf am Ufer des Walchensees vor herbstlicher Berglandschaft der bayrischen Alpen, DeutschlandNaturbelassene Ufer, das Verbot von Motorbooten, sein klares Wasser und die malerischen Alpenpanoramen machen die Region um den Walchensee zur Attraktion für zahlreiche Outdoor-Aktivitäten am, auf und im Wasser: Angeln, Schwimmen, Tauchen, Windsurfing, Segeln, Kajakfahren, Stand-Up-Paddling, Radfahren, Wandern uvm. An schönen Tagen lockt er daher eine schier endlose Fahrzeugkarawane über die Kesselbergstrasse vom 200 m tiefer gelegenen Kochelsee und Loisachtal herauf. Weitere Gäste strömen von Mittenwald, Garmisch-Partenkirchen und der Mautstraße von Hinterriß herbei. Kochelsee und Walchensee sind zudem zur Energieerzeugung durch Wasserkraft über einen Tunnel direkt miteinander verbunden.

Die barocke Kirche St. Margareth auf der Halbinsel Zwergern im Walchensee mit herbstlich gefärbten Bäumen, Bayern, DeutschlandVon Westen ragt die Halbinsel Zwergern in den Walchensee. Vor dem Panorama von Herzogstand und Jochberg und umrahmt von alten, für sich allein schon beeindruckenden Baumpersönlichkeiten, steht am Ufer der Landspitze der Halbinsel eine kleine Kirche. Sie wurde im 14. Jahrhundert erbaut. Die aktuelle Architektur entstammt größtenteil dem Umbau im Barockstil im 18. Jahrhundert. Den schönsten Blick auf die beiden Seen hat man vom Herzogstand, den man einfach und mit oder ohne Seilbahnunterstützung erwandern kann. Etwas ruhiger geht es auf dem Simetsberg zu, der ein ebenso weites Panorama über das Estergebirge, die Ammergauer Alpen, Wetterstein und Karwendel bietet.

 

 

 

 

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