Kapverdische Inseln, 1995
Ausgebeutet und vergessen liegt die Inselgruppe der Kapverden im Dreieck der Kontinente Südamerika, Afrika und Europa. Verbrannte Erde und fruchtbare Täler, Wüsten, Gebirge und Vulkane unter dem stetig wehenden Passatwind bilden einen kargen Lebensraum. Eine junge Generation tritt das Erbe aus Überresten portugiesischer Kolonialherrschaft, des Sklavenhandels sowie der sozialistischen Ideologie an und schafft sich eine neue eigene Identität. Nur einige Aspekte, die den Kapverdischen Inseln mit ihrer herausragenden Lage 500 km westlich von Afrika und umgeben von der weiten Fläche des atlantischen Ozeans, eine besondere Anziehungskraft verleihen. Ich habe die Inseln 1995 bereist, als es noch wenig touristische Einrichtugnen auf den Inseln gab und die legendäre Cesaria Evora noch in Mindelo lebte (ich habe sie dort nicht angetroffen, erst später bei einem Konzert in Karlsruhe). In den nachfolgenden Kapiteln können Sie meinen Reisebericht von den Inseln Sal, Sao Vicente, Santo Antao, Fogo, Snatiago und Boavista nachlesen.
Teil 1 des Reiseberichts: Ankunft auf Sal
Teil 2 des Reiseberichts: Berge, Musik & mehr – Sao Vicente und Santo Antao
Teil 3 des Reiseberichts: Der feurige Riese – auf Fogo
Teil 4 des Reiseberichts: Boavista – Ein Ort der Ruhe
Teil 5 des Reiseberichts: Lebendige Geschichte – Praia
Ich war damals fotografisch noch nicht sehr erfahren. Das spiegelt sich inhaltlich, z.B. Komposition und Bildaufbau, als vor allem technisch deutlich wider. Die Bilder wurden mit dem Kodachrome64 Diafilm aufgenommen. Im Rückblick ein großartiger Film, der zwar tolle Farben wiedergeben kann, aber weniger Lichtempfindlich war – was tendenziell zu längeren Belichtungzeiten und damit Verwischungen oder Verwacklungen führte. Zusätzlich hatten Farbumkehrfilme sowie nur wenig Toleranz für Fehlbelichtungen. Bei dem oft hohen Motivkontrast belcihtete ich nicht auf die Liochter und erzielte so oft ausgewaschene Bereiche. Es gibt auch einige Aufnahmen mit einem ISO 1600-Film, wo kurze Belichtugnszeiten gewünscht waren, aber da kann man gefühlt jedes einzelne Filmkorn sehen.
Das Scannen dieses Films ist herausfordend und oft mit Farbstichen verbunden. Die Bildbearbeuitungssoftware war damals vornehnlich Photoshop, mit dem ich viel Zeit für Retusche verbrachte – das ist heute im Verbund Lightroom/PS deutlich effizienter. In einem Remastering-Projekt habe ich die Bilder dann mit meiner D600 und einem Makro-Objektiv mit Film-/Diahalter und Normlicht-Leuchtplatte abfotografiert.
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