Wiedersehen mit Campill

Das herbstliche Campilltal mit dem Peitlerkofel in den Dolomiten vor dem Panorama des Alpenhauptkamms, Südtirol, Italien

Die Alpen sind so gross, da reicht kein Menschenleben, um all die unterschiedlichen Naturräume, herausfordernde Touren oder kulturelle Vielfalt der einzelnen Regionen kennenzulernen. Neben vielen bewusst ausgewählten Reise- und Tourenzielen war es diesmal reiner Zufall, der mich nach Campill in das gleichnamige Campilltal in die Dolomiten führte.

Der Weiler Seres in Campill unterhalb vor den Bergen des Fanes-Sennes-Prags Naturparks, Dolomiten, Südtirol, ItalienWir waren in der Sommer-Hochsaison auf der Rückreise aus der Toskana und hatten einige neue Gegenden in Südtirol erkunden wollen. In diesem Corona-Sommer war die Gegend rund um Fleimstal, Fassatal und Grödnertal überlaufen, daher fuhren wir weiter nordwärts auf der Suche nach einem ruhigeren, abglegeneren Ort. Diesen fanden wir schliesslich am Ende eines Seitentals des Gadertals, bei Campill am Puez-Geisler-Naturpark. Campill oder ladinisch Lungiarü, ist dabei kein unbekannter Geheimtipp, es gehört zu den Bergsteigerdörfern  und hat sich zu einem nachhaltigen, naturnahen Tourismus verpflichtet, im Einklang zwischen Natur und dem vom Menschen geschaffenen traditioneller Bewirtschaftung des Kulturraums Alpen mit z.B. Holz- und Almwirtschaft. So brachte mich der Zufall in diesem Jahr gleich auf Touren in drei Bergsteigerdörfern – Sachrang, Kreuth und Campill.

Blick durch Bergwald in des Zwischenkofeltal in der Puez-Geisler-Gruppe der Dolomiten, Campilltal, Südtirol, ItalienIn letzterem verbrachten wir zwei erholsame Tage, mit kurzen Wanderungen durch erfrischende Bergwälder und Almwiesen unterhalb der senkrecht aufragenden Felswände der Puez-Geisler-Gruppe. Ich kannte die Berggruppe bislang nur von der Grödner Seite, aus Urlauben in meiner Kindheit mit den Eltern: Wanderungen auf die Seceda, zur Puezhütte, über die Crespeina-Hochfläche zu den Cirspitzen uvm. Leider war die verfügbare Zeit im Sommer zu kurz und ich beschloss, für längere Wanderungen und aussichtsreiche Gipfelziele bald wieder zurückzukehren. Bereits im Herbst des gleichen Jahres konnte ich diesen Wunsch einlösen und den Naturpark Puez-Geisler erneut besuchen.

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