Von der Ackernalm auf das hintere Sonnwendjoch

Sommerliches Bergpanorama beim Abstieg vom Hinteren Sonnwendjoch, Tirol, Österreich

Bei meinem Besuch bei den Almbauern auf der Ackernalm standen für die Sennerin weitere alltägliche Arbeiten im Stall und auf der Hütte an. Ich durfte hingegen zu einer schönen Tageswanderung auf das Hintere Sonnwendjoch aufbrechen.

Aussicht vom wolkenverhangenen Gipfel des hinteren Sonnwendjoch, Tirol, ÖsterreichDie Ackernalm auf rund 1.400 m Höhe ist Ausgangspunkt für viele lohnende Bergwanderungen. Veitsberg und Thalerjoch südlich der Alm ermöglich bereits herrliche Ausblicke nach Osten über das Thierseetal auf Pendling, Inntal und das Kaisergebirge. Westwärts sind zur Brandenberger Ache, Halserspitz und Blaubergkamm, Rofangebirge und Guffert zu sehen. Der Aufstieg zum Gipfel des Hinteren Sonnwendjochs, mit 1.986 m der höchste Gipfel im Mangfallgebirge, eröffnet ein noch weiteres Panorama. Nach Norden blickt man von dort auf die Berge rund um den Spitzingsee, im Süden weitet sich der Fernblick bis auf die Zentralalpen am Alpenhauptkamm aus.

Über den geteerten Fahrweg zur Steinkaseralm, dem Feldweg zur Frommalm und schliesslich einem schmalen Bergpfad folgte ich unschwierig dem direkten Aufstieg zum Gipfel. Quellwolken zogen zwar immer wieder über den Gipfel, doch allmählich hob sich der Wolkenvorhang an und liess zunehmend Tief- und Fernblicke zu. Der Abstieg erfolgte als kleine Rundtour dann über die Bärenbadalm, die aussichtsreich und sonnig in einem sich südwärts öffnenden Kessel unterhalb des Westgipfels des Hinteren Sonnwendjochs thront. Ab hier folgt der Abstieg zurück zur Ackernalm wieder über die geteerte Fahrstraße.

Innenaufnahme der Kapelle auf der Ackernalm, Tirol, ÖsterreichDie Almgemeinschaft hat im Jahr 1884 zwischen den Almhütten auch eine kleine Almkapelle errichtet, die mit mit dem kleinen Glockenturm und dem Schindeldach über einer weißen Fassade ein beliebtes Fotomotiv abgibt. Auch der Innenraum zeigt eine schlichte Schönheit, überbordender Barock wäre der rauhen Kargheit des Standortes auf einer Alm unangemessen.

Nachdem ich bei dem Besuch der Ackernalm einen ersten Einblick in den anstrengenden Alltag eines Almbauern erhalten konnte, freue ich mich auf den Besuch eines weitere Almbauern auf der Roßalm im Chiemgau.

 

0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.