Der Tower am Flughafen München

Weißer Kontrollturm (Tower) des Flughafen München MUC in der Morgensonne vor blauem wolkenlosem Himmel, Bayern, Deutschland

Der Kontrolltum des Flughafen München hat die Form einer Fackel und ist mit seinen 78 m Höhe meistens der einzige, im flachen Umland des Erdinger Moos sichtbare Hinweis auf einen der größten europäischen Verkehrsflughäfen. Vom Tower des Flughafen München überwachen die Flugsicherung sowohl Erde, d.h. das Terminal-Vorfeld, als auch den weiten Himmel über München und Bayern.

An einem strahlenden sonnigen Herbsttag hatte ich am Flughafen einen Termin und parkte südlich des Munich-Airport-Center. Die Morgensonne liess die weiße Beton-, Glas und Stahlfassade des Kontrollturms vor dem frischen Blau des Himmels kontrastreich erstrahlen. Die schmalen Fensterfassungen boten ein grafisch interessantes Muster. Ich hatte glücklicherweise noch etwas Zeit und schnappte meine Kameratasche, die ich für solche Gelegenheite fast immer im Auto dabei habe, und machte erst einige Aufnahmen aus der Ferne. Dann lief ich die wenigen Meter hinüber zum Sockel des Turms, der frei zugänglich nebem dem Zentralgebäude steht.

Neben der architektonischen Linienführung fand ich den weiß angemalten Beton und der rauhen, von kleinen Öffnungen durchzogenen Oberfläche sowie den Schattenwurf und den Helligkeitsverlauf auf der zylindrischen Fassade fotografisch spannend.

Das Leben in der Hähe des Flughafen MUC hat zwei Seiten. Einerseits hat der Flughafen seit seiner Umsiedlung von München-Riem in 1992 über 30.000 Arbeitsplätze und Wohlstand in die ehemals landwirtschaflich geprägte Region gebracht. Aus Ackerland wurde teures Bauland und die Gemeinden, auf deren Gemarkung der Flughafen liegt, profitieren von Steuern und Abgaben. Das führt wiederum zu einer attraktiven Infrastruktur für Familien und steigender Nachfrage nach Wohnraum und Bauland.

Und das trotz der offensichtlichen Nachteile von Fluglärm und Luftverschmutzung. Obwohl die Flugzeugturbinen immer umweltfreundlicher und leiser werden – das beweist der tägliche Anblick des majestätischen A380 – nehmen Anzahl von Starts und Landungen zu. Seit wir vor zehn Jahren nach Hallbergmoos gezogen sind, empfinde ich den Fluglärm zunehmend als störend.

Für Hundebesitzer sind die Wege entlang des Flughafenzauns einer der wenigen Orte, in denen man Hunde frei laufen lassen kann. Dort sind auch immer zahlreiche Planespotter auf ihren Leitern anzutreffen.

Den besten Überblick bieten übrigens die drei Aussichtshügel – am Besucherpark sowie südlich und nördlich der Landebahnen  – oder die beiden Aussichtspunkte am Domberg in Freising oder in Weihenstephan, wo man bei gutem Wetter über München und das Alpenvorland auf den gesamten Alpenbogen blickt.

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