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Uppsspitze, Lechtaler und Allgäuer Alpen

Blick vom Gipfel des Daniel auf Uppspitze und Lechtaler Alpen, Österreich, Tirol

Der Daniel ist mit 2.340 m der südwestlichste und höchste Gipfel der Ammergauer Alpen und bildet einer der Höhepunkte der Zwischentoren genannten Region zwischen Reutte, Fernpass und Grainau. Nach dem frühen Aufstieg vom Ehrwalder Bahnviadukt über die Tuftlalm wählte ich den Aufstieg den Weg über den Grünen Upps und die Uppsspitze. Weiterlesen

Der Mürtschenstock über dem Walensee

Sonnenaufgang über dem Mürtschenstock am Walensee, Amden, Kanton St. Gallen und Glarus, Schweiz

Direkt gegenüber vom Naturfreundehaus Tscherwald ragt am Südufer des Walensees ragt der Mürtschenstock 2441 m hoch auf. Um diesen leuchtenden, aber frostigen Sonnenaufgang zu geniessen, war ich bequem und bin nur aus dem Bett aufgestanden und verliess nicht das gemütlich warme Zimmer. Ein Stück vom Haus entfernt öffnet sich jedoch das gesamte Panorama auf die Berge des Glarnerlands und den Walensee.

Zugspitze über der Ebene von Lermoos

Zugspitze und Wetterstein-Massiv über der Ebene von Leermos, Tirol, Österreich

Plötzlich öffnet sich das Tal und ich fahre in das weite Becken von Lermoos und Ehrwald, die von dem atemberaubenden Ensemble von Ammergauer Alpen, Wettersteingebirge, Mieminger Kette und Lechtaler Alpen eingerahmt wird. Das Zugspitzmassiv dominiert jedoch klar die Szenerie über dem sogenannten Lermooser ‚Moos‘. Das Gebiet ist ein Eldorado für Mountainbiker, Wanderer, Kletterer und Bergsteiger, nicht zu vergessen die Skifahrer im Winter – dementsprechend touristisch erschlossen ist die Region. Neben der Anreise mit dem Auto von Garmisch oder Reutte empfiehlt sich die Fahrt mit der Ausserfernbahn, die zwischen beiden Orten verkehrt – auf der Strecke gilt übrigens auch das Bayern Ticket.

Auf dem Gipfelgrat des Piz Palü

Bergsteiger am Gipfelgrat des Piz Palü, Engadin, Graubünden, Schweiz

Während des steilen Anstiegs über den Pers-Gletscher und die Eisbrüche spürte ich deutlich die Höhenmeter in den Beinen und die dünnere Luft  hier über 3500 m. Nach einer kurzen Rast auf dem Sattel (im linken unteren Bilddrittel) folgte der letzte Teil des Aufsteigs auf dem schmalen Grat zum Südgipfel des Piz Palü. Das erste Teilstück war steil und vereist, bevor er gegen den Gipfel hin sanft ausläuft. Auf dem Grat verläuft übrigens auch die Grenze der Schweiz zu Italien. Auf dem Gipfel hatten wir schliesslich den Höhepunkt der Tour auf den Piz Palü erreicht, wobei uns die Gewitterwolken zum raschen Abstieg zurück zur Diavolezzahütte zwangen.

Die Gastlichkeit der Diavolezza-Hütte

Auf der Aussichtsterasse der Diavolezzahütte, Engadin, Graubünden,Schweiz

Auf der weiten Sonnenterasse der Diavolezzahütte mit dem traumhaften Panorama von Piz Palü, Piz Bernina und des Morteratschgletschers erholen wir uns von der Tour auf den Piz Palü hervorragend und können entspannt auf den Verlauf und die Erlebnisse der Tour zurückschauen. Dieser Ort, wo Tagesausflügler auf Kletterfreaks treffen, markiert eine Grenze zwischen der zivilisierten und unberechenbaren Welt,  von vermeintlicher Sicherheit und drohender Gefahr.

Durch die Eisbrüche auf den Piz Palü

Bergsteiger im Gletscherbruch des Pers-Gletschers beim Aufstieg auf den Piz Palü, Engadin, Graubünden, Schweiz

Im ersten steilen Abschnitt der Eisbrüche des Pers-Gletschers auf der Tour auf den Piz Palü folgten wir den Spuren vorangehender Gruppen, die ebenfalls einen einfachen Weg durch das Gewirr von Spalten und Eiswänden gesucht hatten. Trotzdem mussten wir vereinzelt mit Steigeisen und leichtem Pickeleinsatz arbeiten, was für den geübten Bergsteiger kein Problem darstellt. Dennoch verlangt der Blick in die Tiefe der Spalten gehörigen Respekt vor dem Gletscher ab. Während dieses Abschnitts sollte man sich keinesfalls vom beeindruckenden Panoramablick über den Morteratschgletscher aus der Konzentration bringen lassen.

Auf dem Gletscher zum Piz Palü

Panorama von Piz Bernina, Morteratschgletscher und Diavolezzahütte, Engadin, Graubünden, Schweiz

Nachdem wir für unsere Tour zum Piz Palü die Diavolezza-Hütte vor Sonnenaufgang verlassen hatten, führte der Weg zuerst über Fels und schliesslich auf den Pers-Gletscher. Dort querten wir über das apere und von vielen Spalten durchzogene Eis, bevor an den ersten Eisbrüchen der steile Aufstieg auf den Sattel und den Gipfelgrat beginnt. Schnell gewannen wir an Höhe und konnten das Panorama hinunter in Richtung Pontresina geniessen. Die Diavolezza-Hütte versank inzwischen fast in den aufquellenden Wolken (rechts im Bild), die von der steigenden Gewittergefahr kündeten und uns zur Eile trieben.