Schlagwortarchiv für: Kultur

Open-Air-Gottesdienst in Marina di Camerota

Beim abendlichen Bummel durch Marina di Camerota gelangt man fast immer an die Piazza San Domenico mit der Chiesa di San Alfonso im Herzen der Stadt, ein einladender Platz für einen erfrischenden Drink in einer der Bars, ein leckeres Essen auf der Terasse bei Da Valentone oder für die innere Einkehr in der Kirche. Hier finde ich heute eine große Gruppe von Menschen, die auf Stühlen vor der Kirche sitzen. Das hat keinen so profanen Grund wie ein Fußballspiel, denn im Sommer findet jeden Samstag der Gottesdienst wegen der Hitze – an diesem Abend noch über 30 Grad –  teilweise im Freien statt. Weiterlesen

Lebendiges Marina di Camerota

Während ausserhalb der Sommersaison in Marina di Camerota eine geschäftige, doch gelassene Atmosphäre herrscht, füllt sich der Ort im Sommer mit vorwiegend italienischen Urlaubern und zeigt ein anderes Gesicht. Gegen Abend stauen sich die Fahrzeuge auf der Straße hinunter ins Stadtzentrum und zum Hafen, dort und den angrenzenden Gassen zur Piazza San Domenico spielt sich ein großer Teil des öffentlichen Sommertheaters ab.  Weiterlesen

Auf der Grande Tour nach Paestum

Paestum am Golf von Salerno ist wie Elea mit seiner Philisophenschule  eine der zahlreichen um 600 v Chr.  in Süditalien neu gegründeten griechischen Siedlungen. Nach Zerstörung im Mittelalter und Versumpfung wurden die Ruinen des ursprünglich als Poseidonia genannen Orts erst Mitte des 18. Jahrhunderts wieder entdeckt.  Der Besuch von Johann Joachim Winckelmann und der Veröffentlichung in senem Reisebericht erhöhte die Bekanntheit und  spätestens mit dem Auftauchen von Johann Wolfgang Goethe im Jahr 1787 und der Beschreibung in seiner italienischen Reise wurde der Ort kulturell „wiedergeboren“ und trug dazu bei, dass Paestum wie Rom, Neapel und Pompeij/Herkulaneum auch Teil der klassischen Grande Tour wurde. Diese Bildungsreise der gehobenen Gesellschaftschichten Europas, ursprünglich zum Abschluss der Erziehung und Erweiterung von Kenntnissen in Sprache oder Kunst gedacht,  erfuhr damals einen gewaltigen Aufschwung in Adel und Bürgertum. Weiterlesen

Auf den Spuren der Philosophen von Elea

Hinter den belebten Badeorten Marina di Ascea und Velia und einem kilometerlangen Sandstrand liegen die Ausgrabungen der antiken griechischen Kolonie Elea, deren Gründung durch griechische Siedler auf die Zeit um das 6. Jahrhundert vor Chr. datiert wird. Elea wurde durch seine Philosophenschule in der gesamten griechischen Welt bekannt, wo berühmte Persönlichkeiten wie Parmenides oder Xenon von Elea nachdachten und  lehrten.  Weiterlesen

Der Dom von Orvieto, Italien

Auf der Fahrt auf der Autostrada del Sole in Richtung Rom bin ich schon mehrmals an der majestätisch und wehrhaft auf einem hoch über die Ebene aufragenden Tuffsteinfelsen thronenden Stadt Orvieto vorbeigefahren, jedesmal mit dem Vorsatz, das nächste Mal dort anzuhalten. Auf dem weiten Weg in den Cilento bot sich Oriveto als perfekter Zwischenhalt für eine Nacht an, so dass der ganze Nachmittag und Abend für das Erlebnis der Stadt zur Verfügung stand . Schon die Anfahrt zum Hotel führte typisch italienisch durch die engsten Gassen der Altstadt.  Nach der Mittagshitze begann dort ein lebhaftes Treiben von Einheimischen und Touristen, zudem sorgte ein Popkonzert auf der Piazza del Popolo für viele jugendliche Besucher und abendliche Unterhaltung. Weiterlesen

Das Lenbachhaus in München

Ein moderner Anbau mit goldener Fassade, geplant von den Architekten Foster & Partners, die auch die Reichststagskuppel in Berlin entwarfen, beherbergt seit Mai 2013 den Kern der Ausstellung im Lenbachhaus – die Sammlung „Der Blaue Reiter“ mit Werken von Wassily Kandinsky und Gabriele Münter, Alexej Jawlensky und Marianne von Werefkin, Franz Marc uvm. Das neue Gebäudeensemble sowie die zahlreichen Skulpturen, Plastiken und Gemälde bilden eine grandiose Einheit und werden wieder zu einem Anziehungspunkt für hunderttausende von Besuchern im Jahr werden.

Skulptur Wirbelwerk im Lenbachhaus

Im Atrium des im Mai 2013 wieder eröffneten Lenbachhauses, das vor allem für seine Sammlung „Der Blaue Reiter“ bekannt ist, wird der Besucher mit der aus mundgeblasenem Glas und Metall angefertigten Skulptur „Wirbelwerk“ des dänischen Künstlers Olafur Eliasson begrüsst, dahinter wird raffiniert die ehemalige Aussenfassade der im italienischen Renaissancestil gebauten Künstlervilla des Franz von Lenbach in Szene gesetzt. Die Spirale erinnert ein wenig an das Dach des Reichstagsgebäudes in Berlin, nicht zufällig sind dieselben Architekten – Foster & Partners –  am Werk gewesen.