Von Philanthropen und Philhellenen

Das klassizistische Gebäude des Zappeion mit den Säulen am Eingang, Athen, Griechenland

Bei unserer Stadttour durch Athen kamen wir an markanten Bauwerken und Kunstwerken vorbei, hinter denen interessante Entstehungsgeschichten mit Philanthropen (Menschenfreunden) und  Philhellenen (Freunde des Griechischen) stehen. In einer persönlichen Zusammenstellung möchte ich einige Zusammenhänge exemplarisch erwähnen, welche an diesem Tag nicht nur geografisch, sondern auch inhaltlich eng miteinander verbunden sind. Weiterlesen

Wachwechsel der Präsidialgarde (Evzonen)

Wachablösung der Evzonen Wachsoldaten am Grab des unbekannten Soldaten am Syntagma Platz vor dem Parlament in Athen

Unsere persönliche Stadtführung durch einen Freund (und Athener) startete am Syntagma-Platz vor dem Parlaments-Gebäude im Zentrum von Athen. Denn dort vor dem Grab des unbekannten Soldaten findet stündlich der Wachwechsel der Präsidialgarde, den sogenannten Evzonen, statt. Das besondere an diesem Wachwechsel ist die Choreografie einer beeindruckenden und präzisen Schrittfolge, die sich durch Eleganz, Disziplin und Symbolik auszeichnet. In Teilen eher wie ein Tanz statt einem Gang erinnert sie mich jedoch an den berühmten Monty Python Sketch „Das Ministerium für alberne Gangarten“ (The Ministry of Silly Walks), aber so ein Vergleich verbietet sich natürlich für diese seriöse Zeremonie. Weiterlesen

Anafiotika – ein anachronistisches Paradoxon

Graffiti in den Wänden im Stadtteil Anafiotika unterhalb der Akropolis von Athen, Griechenland

Der erster Spaziergang nach unserer Ankunft in Athen führte uns nur in die nahe Umgebung unseres Hotels in Monastiraki. Direkt unterhalb der steilen Felsen der Akropolis, zwischen den urbanen Stadtvierteln Plaka und Monastiraki, stießen wir unerwartet auf ein kleines Viertel mit einfachen, kubischen und weissen Terrassendachhäusern, steilen Treppen und verwinkelten Gassen, Bougainville und Blumentöpfen. Das Viertel erinnerte uns dadurch eher an ein altes Kykladendorf denn an den Rest der umliegenden Stadtviertel von Athen mit seinen mondänen Villen und antiken Ruinen, mehrstöckigen Geschäfts- und Wohnhäusern, breiten Straßen und viel Verkehr –  und das zudem in bester zentraler Lage der Innenstadt inklusive Aussicht? Das war sozusagen ein anachronistisches Paradoxon (aus der Zeit gefallener Widerspruch). Weiterlesen

Mojito Mastika, Galaktoboureko und mehr …

Abenddämmerung über Monastiraki und der beleuchteten Akropolis, Athen, Griechenland

Zurück vom ersten Spaziergang im herbstlichen Athen erlebten wir die leuchtende Abenddämmerung mit Blick auf die Akropolis auf der Dachterasse unseres Hotels. Andere Gäste saßen hier bereits gemütlich bei der ersten Flasche Wein.
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Ankunft im herbstlichen Athen

Eine Frau liegt auf einer Sonnenliege auf einer Dachterasse in Athen und schaut auf die Akropolis, Griechenland

Ein befreundetes Paar hatte uns und weitere Ihrer Freunde eingeladen, um zusammen zwei runde Geburtstage in Athen zu feiern. Daher liessen wir den anhaltenden grauen Nebel im Erdinger Moos nur zu gerne hinter uns und flogen in das herbstliche Athen, wo uns stattdessen warmes und sonniges Wetter erwartete. Da unser Freund in Athen aufgewachsen war, freuten wir uns auf ein abwechslungsreiches Programm mit persönlicher Stadtführung, geselligem Abendessen und einem Ausflug nach Ägina, bevor wir noch für ein paar Tage die einzigartige Vulkaninsel Santorin wiedersehen sollten.
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Wanderung zur Lamsenjochhütte

Blick vom westlichen Lamsenjoch zum östlichen Lamsenjoch mit der Lamsenjochhütte unter schneebedeckten Gipfeln des Karwendel im Herbst, Tirol, Österreich

Ich beginne den Artikel mit dem Ende dieser kurzen Tour im Karwendel. Denn da schaue ich an der Bushaltestelle am Ahornboden in die glücklichen Gesichter einer Wandergruppe aus Landsberg am Lech. Nach einer tollen Tour über Falkenhütte und Lamsenjochütte erlebten sie an diesem Morgen mit dem Gipfel des Hahnenkampl (2.080 m) nochmals einen Höhepunkt ihrer Wanderung. Die Wolken rissen nämlich genau dann auf, als sie den Gipfel überquerten.
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Das tränende Auge des Futuro

 

Kunstinstallation Futuro-Haus von Matti Suuronen, München, Bayern, Deutschland
Auf einer Wiese vor der Pinakothek der Moderne in München steht nun schon seit 2017 das eiförmige Futuro-Haus des finnischen Architekten Matti Suuronen wie ein gelandetes Ufo. Diese Zukunftsvision für modernes Bauen von 1968 hat sich am Merkt nicht durchgesetzt, heute würde es als Tiny House eine Renaissance erfahren. Zur Zeit im politischen Umbruch, vor Ölkrise und der Verkündung der „Grenzen des Wachstums“ waren das technische wie architektonisch-gestalterische Konzept jedoch visionär.
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