Stürmische Tage auf Mljet

Aussicht vom Gipfel des Monte Kuc auf die Salzwasserseen im Nationalpark der Insel Mljet im Gegenlicht des Sonnenuntergangs

Nach den sonnigen Tagen in Dubrovnik stand uns für den geplanten Aufenthalt auf der Insel Mljet ein Sturmtief bevor. Große Flächen im westlichen Teil der Insel sind als Nationalpark ausgewiesen. Dort gibt es aber keine Möglichkeit für Camping. Daher hatten wir für die Schlechtwettertage eine Ferienwohnung im Weiler Soline, direkt im Nationalpark, gebucht. Damit hatten wir sowohl eine warme und trockene Unterkunft als auch zentralen Startpunkt für jene Erkundungen, die das Wetter erlauben sollte.

Passagiere einer Fähre warten auf die Abfahrt und beobachten dabei Angler an der Hafenmole von Prapratono, Peljesac, Kroatien

Über die Küstenstraße fuhren wir nach Ston auf der Halbinsel Peljesac, wo wir einen kurzen Aufenthalt zur Besichtigung der langen Stadtmauer einlegten, bevor wir mit der Fähre von Prapratno in eine andere Welt eintauchten: Mljet ist noch fast vollständig bewaldet und ist somit ein starker Kontrast zu den vielen kargen Inseln der kroatischen Adriaküste.

Die Steinbogenbrücke über den Solinski Kanal zwischen dem offenen Meer und dem großen See auf der Insel Mljet bei stürmischem Wind

Soline liegt am Solinski Kanal, einer Verbindung vom Meer zum großen und kleinen Salzwassersee. Um diese Seen herum führte uns eine lohnenswerte Wanderung entlang des Ufers und durch Pinien- und Steineichenwälder. Noch hatte uns die Regenfront nicht erreicht, aber ein zunehmend stürmischer Wind kam auf, so dass wir vorerst nicht die ganze Umrundung gingen und nur kurze Spaziergänge an den großen See oder der Küste vornahmen.

Pinien und Steineichen im Wald am Ufer des Veliko jezero Sees im Nationalpark der Insel Mljet, Kroatien

In Soline führt auch ein schmaler Pfad in einer halben Stunde auf den Gipfel des Montokuc, was für mich natürlich auch ein Argument für die Wahl des Standorts war. Daher wagte ich noch am ersten Abend den Aufstieg, bevor die heranziehenden Regenschauer mich zurück in die Wohnung vertrieben.

Das Fischerdorf Soline im Nationalpark der Insel Mljet bei Regen und Sturm an einem Sommerabend

Ich kam jedoch wieder, sobald das Wetter es zuliess. Dann bot sich zum Sonnenuntergang eine traumhafte Stimmung und ein Panorama über den gesamten westlichen Teil von Mljet mit dem Nationalpark sowie der Südküste entlang des gebirgigen Rückgrats der Insel.

Eine Wanderer auf dem Gipfel des Monte Kuc blickt bei einem heranziehenden Sturm über die Seen im Nationalpark der Insel Mljet, Kroatien

Über das Meer blickte ich in der Ferne auf die Inseln Lastovo, Korcula und die Gebirgszüge der Halbinsel Peljesac. Erinnerung an die früheren Reisen kamen auf: Korculas Altstadt – kleiner als Dubrovnik, aber nichtt weniger beeindruckend – oder der Aufstieg zum Sv. Ilija bei Orebic.

Aussicht vom Gipfel des Monte Kuc auf der Insel Mljet auf die Insel Lastovo im Gegenlicht der tiefstehenden Sonne hinter Wolken

Doch zurück ins hier und jetzt. Die kommenden Tage versöhnten mit aufklarendem Wetter und tollen Eindrücken von dieser besonderen, ruhigeren Insel für Naturliebhaber. Aber auch das nächste Ziel, Loviste am Westzipfel von Peljesac, war genau wegen der Abgeschiedenheit von uns augewählt worden.

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