Wanderung entlang des Planargia-Strands in Ostsardinien

Eine starke Brise von Osten lässt heute die Brandung rhythmisch heranrollen, sich grollend und schäumend brechen und danach weit auf den Strand gleiten, dabei treibt die salzige Gischt über den von der Sonne aufgeheizten Planargia-Strand, wohingegen über dem Monte Ferru die Cumulus-Wolken, die eben noch einen warmen Sommerschauer auf mich herabregnen liessen in der schwülen Hitze abziehen – heute ist eher ein Tag für eine Strandwanderung als zum Baden.  Das kann auch eine ausgedehntere  Wanderung ergeben, denn der Planargia-Strand beginnt bei den Ausläufern des Monte Ferru und endet erst rund 10 km weiter am malerischen Küstenwachturm auf dem kleinen Felskap von Torre di Bari an der Ostküste von Sardinien.

Dort sollte man vor allem den Sonnenaufgang erleben, wenn die Mauern des Wachtturms im Dämmerlicht zu glühen beginnen und man den Strand ganz für sich alleine hat. Hinter dem feinen Sandstrand liegt ein Piniengürtel, gefolgt von einer fruchtbaren und landwirtschaftlich genutzten Ebene. Neben Torre di Bari ist der Strand nur von der Siedlung Museddo sowie nur wenigen Campingplätzen erschlossen, so dass weite Teile des Strands auch in der Hochsaison noch genügend Raum und Abstand zur Entspannung bieten.

Der Planargia-Strand eignete sich gerade auch für Familien hervorragend als Standquartier für Ausflüge in die abwechslungsreiche Region Ogliastra. Nach Norden schliessen sich kürzere Buchten mit ebenfalls lohnenswerten Sandstränden an, bevor bei Arbatax die Küste in die felsige Steilküste des Golf von Orosei mit seinen spektakulären Bergen und Hochebenen, Schluchten und BuchtenFelswänden und Grotten übergeht. Wo nach Süden der Monte Ferru auf das Meer trifft, liegen mit Su Sirboni und Marina di Gairo weitere abwechslungsreiche Strände zwischen zerklüfteten, roten Porphyrklippen.

Im dünn besiedelten Hinterland locken die wilden Bergregionen des Supramonte und Gennargentu, wo wunderschöne Landschaften, einladende Bergdörfer mit gastfreundlichen Bewohnern, kulturelle und kulinarische Höhepunkte auf den aufgeschlossenen Reisenden warten.

Mehr Bilder in der Galerie ‘Sardinien’.

5 Kommentare

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  1. […] von nun ab flacher in die Ebene von Tortili mit z.T. kilometerlange Sandstränden über, wie z.B. der Planargia-Strand bei Barisardo; bei Marina di Gairo schiebt sich das Massiv des Monte Ferru bis an die Küste heran und erzeugt […]

  2. […] und der steilen Felsabbrüchen des Monte Ferru eingerahmt wird. Marina di Gairo liegt südlich des Planargia-Strands bei Barisardo und ist über eine landschaftlich reizvolle Stichstrasse zu […]

  3. […] verspricht einen weiten Blick über die gesamte Region Ogliastra an der Ostküste von Sardinien, vom langen Planargia-Strand nach Arbatax und bis zur Hochebene Su Golgo bei Baunei, dem Supramonte-Gebirge und den Tafelbergen […]

  4. […] Geschichte auch noch wilde und ursprüngliche Landschaften zu finden sind.Meine Tagestour führte von der Küste bei Torre di Bari durch die südlichen Ausläufer des Gennargentu-Gebirges mit Blick auf das bis zu 1834 m hohen Dach […]

  5. […] sind von userem ‘Basecamp’ am herrlichen Planargia-Strand für eine ausgiebige Tagestour duch das von der Sommersonne ausgebleichte sardische Hinterland der […]

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