Schlagwortarchiv für: Menschen

Weitsicht-Festival in Frankfurt

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Das Weitsicht-Festival in Frankfurt hat schon eine lange Tradition, es wird seit 1993  vom renommierten Mulitivisions-Referenten Dieter Glogowski ausgerichtet. Er präsentiert ein Programm mit Spitzenvorträgen von bekannten Fotografen wie Michael Martin oder Bruno Baumann und vergibt einen mit bis zu 10.000,- € dotierten Preis an sozial engagierte Fotografen und Journalisten.

El Mundo Festival in Judenburg

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Seit 1999 lockt das El Mundo Festival im österreichischen Judenburg mit einem hochkarätigem Programm an Reisevorträgen, für das sich jeder Fotograf bewerben kann und deren Beiträge die vor einer internationalen Jury bewertet und prämiert werden.

Ein Bauer im Niltal

Bauer fährt seine Zuckerrohrernte auf einem Eselskarren ein, Luxor, Ägypten

In weiten Teilen von Ägypten, wie hier bei Luxor, ist der Eselskarren als  einfaches Transportmittel noch weit verbreitet, um die Ernte auf den schmalen Pfanden von den Zuckerrohrplantagen einzubringen. Zuckerrohr dominiert auf den Anbauflächen. Auf der Bahnfahrt von Luxor nach Assuan in der dritten Klasse konnte ich erleben, wie bei vielen Stops (gefühlt an jeder dritten Palme) die Passagiere nach draussens türmten, sich ein paar Zuckerrohrstengel als ‚Süßigkeit‘ mitbrachten und dann auf ihnen kauten, um den Saft herauszupressen.  Die Pflanzen- und Überreste verteilten sich dabei bald auf dem ganzen Boden des Waggons.

Strassenszene in Kairo

Strassenszene in Kairo, ÄgyptenAuf über 15 Millionen Einwohner wird Kairo, die Hauptstadt von Ägypten, geschätzt, und ständig strömen mehr Menschen vom Land in die Stadt, die sich wie ein Tumor weiter in die Wüste ausdehnt. Während auf der einen Seite das Mokkatamgebirge eine Grenze setzt, sind die Pyramiden von Gizeh längst von den Vororten erreicht. In Kairo vereinigen sich auch viertausend Jahre Geschichte in den unterschiedlichsten Baustilen zu einem bunten Durcheinander. Nicht weit von modernen Hotels und überlasteten Hauptstraßen finden sich noch Stadtteile, die einen ursprünglichen, arabischen Charme verbreiten. Auf der lehmigen Straße herrscht lebheftes Treiben; Kinder spielen, geschäftige Handwerker arbeiten in ihren kleinen Läden, und in den Teehäusern sitzen Männer bei süßem Pfefferminztee und der obligatorischen Wasserpfeife. Über die gesamte Stadt legt die Wüste eine staubige Dunst- und Schmutzschicht, als markiere sie ihren Anspruch auf das Land. Die Silhouette wird von den Minaretten der unzähligen Moscheen bestimmt, von denen fünfmal am Tag die Gesänge der Muezzin zu einem vielstimmigen Kanon anschwellen.

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Fjell und Fjorde auf den Lofoten

See bei A auf den Lofoten, Norwegen

Am Ende der letzten Eiszeit, welche die Landschaft Norwegens so eigentümlich geformt hat, begann vor 10.000 Jahren die Besiedelung des Landes. Vom Süden her drangen bald die ersten Menschen nach Norden und ins Landesinnere vor, stets den weichenden Gletschern nach. In den klimatisch günstigeren Fjordtälern entwickelten sich bald größere Volksstämme, die durch die enge Beziehung zum Meer eine Schiffsbaukunst ausbildeten, auf die sich der Ruf der Wikinger als erfolgreiche Seefahrer und wilde Eroberer begründete. Mit ihren hochseetauglichen Langschiffen versuchten sich die Nordmänner zwar erfolglos an der Eroberung Englands, fuhren während ihrer Raubzüge aber die mitteleuropäischen Flüsse bis weit in den Kontinent hinauf und segelten sogar mehrfach nach Nordamerika und waren somit Jahrhunderte vor der offiziellen Entdeckung durch Kolumbus in der „Neuen Welt“.

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Spektakulärer Tongariro

Kapitel 3: Das Crossing und der Northern Circuit

Regenbogen vor dem Lake Rotaira, Ketetahi Hütte, Tongariro Nationalpark, Nordinsel Neuseeland

Es gibt Orte, an denen ich bei einer Rückkehr bemerke, wie sehr mich deren Atmosphäre verzaubert. Dazu zählt unter anderem auch die Ketetahi-Hütte, die hoch an den sonnigen Nordhängen des Tongariro liegt und die letzte Etappe des Tongariro Crossing, den Abstieg zum Parkplatz, einleitet. Gerne liege ich auf der Terrasse vor der Hütte und geniesse den Ausblick über die windgekrauste Wasserfläche des Rotaira-Sees, der waldgekleideten, sattgrünen Hügelkette der Kakaramea-Berge und über den Silberspiegel des Taupo-Sees. Unvergleichlich die elektrisierenden Stimmungen bei Sonnenaufgang oder -untergang; die Nächte, bei denen die Lichter von Taupo mit den funkelnden Sternen zu einem einzigen Universum verschmelzen! Von den nahen Ketetahi-Quellen steigen tosend heisse Schwefeldämpfe auf, welche der Beliebtheit der Hütte für Rast, Sonnenbad oder Übernachtung nicht schaden. So kann es an manchen Tage dort schon enger zugehen.  Weiterlesen

Maoris und ihre Mythen

Kapitel 3: Geschichte voller Liebe und Leidenschaft

Verschneiter Ngauruhoe von nahe der Old Waihohonu Hut gesehen, Tongariro Nationalpark, Neuseeland

Vulkane und ihre feurigen Gewalten werden seit jeher von vielen Völkern mit Achtung und Furcht angesehen. Sie sind Teil eines lebendigen Universums, dessen unbegreiflichen, übermenschlichen Mächte mit Opfergaben zu besänftigen versucht wurde, oder  ein tapu, ein Verbot, den angemessenen Respekt verlangte. So reisten seit langer Zeit die Menschen in Ehrfurcht entlang der Berge, ohne je einen Blick auf die heiligen Gipfel zu werfen. Dort regieren die übernatürlichen Herrscher-Te Roro, Taka und Taunapiki – eine Missachtung ihres tapu brachte die Gefahr des Todes oder eines schlimmen Fluches mit sich. Weiterlesen