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Sonnenaufgang an den Geislerspitzen

Die Geislerspitzen der Puez-Geisler-Gruppe oberhalb der Schlüterhütte leuchten in der Morgendämmerung, Dolomiten, Südtirol, Italien

Mein Zimmer für die Nacht in der Schlüterhütte war zwar nicht beheizt, aber dicke Daunendecken und die Müdigkeit nach dem Aufstieg von Campill liessen mich tief, weich und warm schlafen. Es gibt ja nur den einen Moment der Überwindung, wenn man den gemütlichen Kokon morgens verlassen muss und in die kühlen Kleider steigt. Für mich kam dieser Zeitpunkt vor Sonnenaufgang, den ich unbedingt wieder auf dem Gipfel des Zendleser Kofels mit Blick auf die Geislerspitzen verbringen wollte. Weiterlesen

Wiedersehen mit Campill

Das herbstliche Campilltal mit dem Peitlerkofel in den Dolomiten vor dem Panorama des Alpenhauptkamms, Südtirol, Italien

Die Alpen sind so gross, da reicht kein Menschenleben, um all die unterschiedlichen Naturräume, herausfordernde Touren oder kulturelle Vielfalt der einzelnen Regionen kennenzulernen. Neben vielen bewusst ausgewählten Reise- und Tourenzielen war es diesmal reiner Zufall, der mich nach Campill in das gleichnamige Campilltal in die Dolomiten führte. Weiterlesen

Besuch beim Almbauern der Rossalm

Nebelschwaden ziehen über die Hochfläche der Roßalm, Bayern, Deutschland

Nach dem Aufstieg auf den Gipfel des Geigelstein erreichte ich mein Tagesziel, die Rossalm. Sie umfasst rund 50 Hektar und liegt auf einer Hochebene zwischen Rossalpenkopf, Tauron und Weitlahnerkopf auf 1.600 bis 1750 Metern Höhe. Sie gilt damit als höchstgelegene Alm im Chiemgau und auch eine den höchsten Almen in den bayrischen Alpen. Ihre Ursprünge gehen auf die Sachranger Almordnung von 1558 zurück, wo sie als eine der drei Sachranger Uralmen aufgeführt ist. Der Name der Roßalm rührt daher, dass die Schlechinger Samerbauern früher neben den Rindern auch „Samrosse“, d.h. Pferde, auf die Alm treiben durften *. Die Alm ist eine beeindruckende alpine Kulturlandschaft mit einer friedlichen, stillen Atmosphäre. Weiterlesen

Mediterrane Vollmondnacht in der Toskana

Die abendliche Atmosphäre auf der Piazza del Campo von Siena ist unvergleichlich. Die zahlreichen Restaurants, deren Terassen den Platz am oberen Rand umfassen, bieten einen Logenplatz auf das Geschehen. Kinder spielen, Reisende wandern umher und bestaunen und fotografieren die unvergleichliche mittelalterliche Architektur. Verstreut sitzen einzelne Gruppen oder Familien über den weiten Platz verstreut. Nachdem die letzten Sonnenstrahlen die Spitze des Glockenturms wie eine Fackel leuchten liessen, erscheinen die Fassaden von der Hitze des Tages in der goldenen Stunde nachzuglühen. Weiterlesen

Sommerabend in Siena

Die Abendsonne bringt die Altstadt von Siena zum Leuchten und verschwindet hinter der Basilica di San Domenico, Siena, Toskana, Italien

Im Sommer 2020 war die Reiseplanung von der Corona-Pandemie geprägt. Welche Ziele sind kein Risikogebiet, wohin lässt sich gefahrlos und entstpannt  reisen? Wir wollten in jedem Fall das Meer sehen und entschieden uns für die Maremma in der südlichen Toskana. Auf dem Weg dorthin planten wir einen Aufenthalt mit Übernachtung in Siena ein, das wir vor rund 18 Jahren zuletzt besucht hatten. Weiterlesen

Autobianchi Bianchina – italienischer Stil

Ein roter Autobianchi Bianchina Trasformabile Oldtimer und grauer Nissan Figaro Cabrio auf dem Deck einer Fähre auf dem Gardasee, Italien

Kurz bevor die Fähre von Torri del Benaco über den Gardasee nach Maderno ablegt, rollten noch zwei hübsche Cabrio älteren Baujahrs auf das Deck. Wie die spätere Recherche ergab, hat es sich um einen grauen Nissan Figaro, einem Auto aus den 1990-ern im Retro-Look sowie einen rot-weißen Autobianchi Bianchina Trasformabile, der von 1957 bis 1969 gebaut wurde, gehandelt. Beide Fahrzeuge waren stilistische Hingucker, vor allem die Bianchina sieht noch nach originalem Zustand aus. Basierend auf dem Fahrgestell des legendären Fiat 500 zauberte der Designer Fabio Luigi Rapi eine elegante, fliessende und sportliche Karosserie. Weiterlesen

Verona erwacht aus dem Lockdown

Die römische Ponte Pietra über dem Fluß Etsch in der Altstadt von Verona vor mediterraner Landschaft in der Morgensonne, Venetien, Italien

Nach den monatelangen Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie erwacht in Veronaim Juni 2020 das öffentliche Leben. In Italien ware das Verlassen der eigenen Wohnung nur auf wenige Ausnahmen, d.h. triftige Gründe wie Arbeit, Einkaufen usw., eingeschränkt. Daher war es veständlich, wenn es die Menschen nach Aufhebung der Maßnahmen nach draußen zieht. Insbesondere in Italien, wo das Gespräch und der Austausch auf Straßen und Plätzen zur Lebensweise dazugehört. Weiterlesen