Cilento-Wanderklassiker auf dem ‚Sentiero delle quattre spiagge‘

Zwischen Marina di Camerota und Scario am Golf von Policastro ist die Küste des Cilento wild und dramatisch. Die Küstenstraße windet sich von Marina di Camerota in vielen Kehren über Lentiscosa ins Hinterland hinauf, um am Monte Bulgheria vorbei bei Scario wieder an den Golf von Policastro zu stossen, die Berge rücken direkt an das Meer heran und ragen steil über 500 m aus dem Meer empor: sonnengebleichte, gelbe Grashänge, durchzogen von einem Muster aus grüner Macchia und karstig weissen Felsrippen, im harten Kontrast zu dem Azurblau, Stahlblau und Türkis des Meeres und eines wolkenlosen Himmels. Steilwände und zerklüftete Felsklippen, versteckte Grotten und kleine Buchten mit Kies- oder Sandstränden wechseln sich ab, darüber stehen immer in Sichtweite die verfallenen Ruinen der ehemaligen Küstenwachtürme. Weiterlesen

Das Felsendorf Civita di Bagnoregio

In den Monti Volsini, einem hügeligen Gebiet 20 Km südwestlich von Orvieto und nur einen kurzen Abstecher von der Autobahn A1 entfernt,  liegt der Ort Civita die Bagnoregio inmitten einer canyonartigen Schlucht auf einem steil aufragenden Tuffsteinfelsen. Die Häuser wachsen nahtlos aus dem Felsen empor, ja der ganze Ort ist mit der Landschaft verwachsen. Der Ort ist nur über eine steile Treppe zu Fuss zu erreichen und gilt wegen dieser hervorragenden strategischen Lage als Ideal eines uneinnehmbaren Felsendorfes. Die Ursprünge der Besiedelung gehen wohl zu den Entruskern bis ins 7. Jahrhundert v. Chr. zurück, das heutige Ortsbild vermittelt noch den Eindruck einer mittelalterlichen Siedlung.

Der Dom von Orvieto, Italien

Auf der Fahrt auf der Autostrada del Sole in Richtung Rom bin ich schon mehrmals an der majestätisch und wehrhaft auf einem hoch über die Ebene aufragenden Tuffsteinfelsen thronenden Stadt Orvieto vorbeigefahren, jedesmal mit dem Vorsatz, das nächste Mal dort anzuhalten. Auf dem weiten Weg in den Cilento bot sich Oriveto als perfekter Zwischenhalt für eine Nacht an, so dass der ganze Nachmittag und Abend für das Erlebnis der Stadt zur Verfügung stand . Schon die Anfahrt zum Hotel führte typisch italienisch durch die engsten Gassen der Altstadt.  Nach der Mittagshitze begann dort ein lebhaftes Treiben von Einheimischen und Touristen, zudem sorgte ein Popkonzert auf der Piazza del Popolo für viele jugendliche Besucher und abendliche Unterhaltung. Weiterlesen

Rundtour auf den Guffert (2195 m)

An diesem Sonntagmorgen liegt das Tegernseer Land noch unter einer grauen Wolkendecke mit Nieselregen, so dass sich die Silhouette der Bayrischen Voralpen nur schemenhaft in der Morgendämmerung abzeichnen. Hinter dem Achenpass wird es auch schon trocken und als ich in Steinberg am Rofan das Auto parke, sind die ersten Wolkenlücken sichtbar. Das Ziel meiner Tour ist der Gipfel des Guffert (2195 m), der durch seine freistehende Lage eine hervorragende Rundumsicht bietet und ist daher ein äußerst beliebtes Tourenziel ist. Weiterlesen

3-Seen-Tour in der Mieminger Kette

Die Wanderung von Ehrwald zum Seebensee, Drachensee mit Coburger Hütte, Tajatörl, Brendlkar und Brendlsee bietet abwechslungsreiche Landschaften –  von sommerlich saftigen Almwiesen bei Ehrwald führt der Weg durch schattige Bergwälder hinauf in lichtere Kiefernwälder, vorbei an dunkelgrünen Bergseen bis hinauf in die Schutt- und Felslandschaften des Hochgebirges der Mieminger Kette, in die sich die letzten Schneefelder des Winters ducken. Die beliebte Rundtour kann an einem Tag bewältig werden, es empfiehlt sich aber, eine Nacht auf der Coburger Hütte einzuplanen, um den viel gerühmten, abendlichen Blick auf das Wettersteinmassiv zu erleben. Zudem lockt die eine oder andere Gipfeltour auf einem der herausfordernden Kletterrouten oder -steigen, weshalb man keine Einsamkeit auf der Tour erwarten sollte. Weiterlesen

Rente mit 26: meine Nikon FE2

Nach 26 Jahren, davon 20 Jahre in meinem Besitz, schicke ich meine Nikon FE2 mit Wehmut in den verdienten Ruhestand. Sie war auf vielen Reisen ein ständiger und verlässlicher Begleiter und hat mich nie im Stich gelassen. Die feinmechanische Qualität – die leise und sehr schnelle Auslösung, der Filmtransport, das stabile Gehäuse – überhaupt wie sie in der Hand lag – übten von Beginn eine grosse Faszination und einen „will ich haben“-Effekt aus. Doch die beste Kamera ist nichts wert ohne gute Objektive, dass sei nur nebenbei erwähnt.

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Das Lenbachhaus in München

Ein moderner Anbau mit goldener Fassade, geplant von den Architekten Foster & Partners, die auch die Reichststagskuppel in Berlin entwarfen, beherbergt seit Mai 2013 den Kern der Ausstellung im Lenbachhaus – die Sammlung „Der Blaue Reiter“ mit Werken von Wassily Kandinsky und Gabriele Münter, Alexej Jawlensky und Marianne von Werefkin, Franz Marc uvm. Das neue Gebäudeensemble sowie die zahlreichen Skulpturen, Plastiken und Gemälde bilden eine grandiose Einheit und werden wieder zu einem Anziehungspunkt für hunderttausende von Besuchern im Jahr werden.